Zoo-AG

Anmerkungen

Exkursionsbericht Allwetterzoo Münster

10. September 2000, zum 11. Zoosammlertreffen

Im Anschluß an das Zoosammlertreffen gab es wie in jedem Jahr eine Führung durch den gastgebenden Zoo. Direktor Jörg Adler ließ es sich nicht nehmen, uns persönlich durch die neueste Attraktion des Zoos zu leiten: die neue Orang-Utan-Anlage mit Tropenhalle, auch genannt die “Zo-Orang-erie”. Die Mitglieder der Zoo-AG hatten die Anlage bereits ein halbes Jahr zuvor im Rohbau besichtigt (s. Exkursionsbericht Februar), daher kann ich mir an dieser Stelle eine genauere Beschreibung der Anlage ersparen.
Zum Zoosammlertrefen war die Anlage bereits von den Orang-Utans bewohnt, doch weder offiziell eingeweiht noch der Presse vorgestellt worden - wir mußten versprechen, keine Fotos vorzeitig zu veröffentlichen...

Außenanlage der Orang-Utans mit lebenden Bäumen
Orang-Utan-Haus: Aussichtsbaum

Der Aussichtsbaum in der Orang-Halle: Hier möchte Jörg Adler mit wichtigen Gästen und Sponsoren künftig die “tropische Dämmerung” bei einem kleinen Drink genießen...

Die lebenden Bäume zwischen den Kletter-Baumstämmen sind gut angewachsen. Deutliches Knacken und Brechen klang allerdings aus dem mittleren Baum herüber - weniger Fressen als mechanische Belastung macht den Pflanzen zu schaffen. (Der Orang ist der kleine rote Punkt oben im hinteren Baum...)

Künstliche Felsen und Bäume begleiten die Besucher auf ihrem Weg rund um die Anlage mit immer neuen Einblicken - hier durch eine Glasscheibe, die die Illusion vermitteln soll, mitten unter den Tieren zu stehen. Leider ist die Scheibe strikt rechtwinklig eingepaßt, so daß sich doch wieder ein klarer Fenster-Effekt ergibt.

Fenster zur Orang-Anlage
Adler vor Orangs

Jörg Adler (links) erklärt die Technik und die Probleme beim Bau vor der grünen Kulisse von Außengehege und zuwachsendem Tropenhaus.

Auch die Innenanlage ist begrünt - ein gewagtes, aber sehr spannendes Experiment. Nicht nur auf der Kante der hinteren künstlichen Felswand, sondern auch auf dem Boden des Gehege sprießt es. Die Heizung befindet sich in der Rückwand (Wärme-Abstrahlung) und im Wassergraben, der somit auch eine hohe Luftfeuchtigkeit garantiert. Der Boden ist auch deshalb nicht geheizt, um die baumbewohnenden Menschenaffen  wirklich in die Bäume zu bekommen: In vielen Zoos halten sie sich meist auf dem Boden auf.

Innenanlage der Orang-Utans
Innenanlage der Orang-Utans von oben

Vom Aussichts-Baum bietet sich der Blick auf die Anlage voller Kletteräste und den noch leeren Wassergraben. Nach dem Unfall in Hannover, wo der Gorilla-Mann im Wassergraben ertrank, wurde schnell nachgerüstet und der Graben knapp unter der Wasseroberfläche mit Gitterplatten gesichert. Die Gitterabstände sind groß genug, damit die später mit im Gehege lebenden Otter problemlos hindurchtauchen können.

Mehr über die Orang-Utan-Anlage im ausführlichen Portrait in ZooLex

Auch sonst tut sich etwas im Zoo. Als Beispiel hier nur die jüngst eröffnete betretbare Voliere mit Aras: Auch sie üppig bepflanzt, was sonst bei Großpapageien als fast unmöglich gilt.

Zum 11. Zoosammlertreffen in Münster
Mehr über das
Zoosammlertreffen
Exkursionsbericht Münster Feb. 2000
Exkursionsbericht Münster 1996
Exkursionsbericht Münster 1995

Webseiten des Allwetterzoos:
www.allwetterzoo.de

Betretbare Ara-Voliere

© 2000 Fotos & Text: Dirk Petzold


Erstellt am 28.11.2000 - zur Zoo-AG Homepage logoeule