Zoo-AG

Anmerkungen

Nacht-Exkursion zum Tierpark Olderdissen

22. Mai 2001

Im Anschluß an unsere jährliche Zoo-AG-Fete machten wir uns in der Nacht zu Fuß auf zum Besuch den Heimattierparks Olderdissen. Unser örtlicher Tierpark ist ja rund um die Uhr frei zugänglich und ermöglicht so auch Tier-Erlebnisse in der Dämmerung und nachts, die in anderen Zoos so nicht möglich sind.

(Die Fotos entstanden einige Tage später!)

Nun kommen auch wir nicht alle wöchentlich nach Olderdissen, und so gab es tatsächlich einiges Neues zu entdecken.
Die Bärenanlage konnten wir getrost ignorieren, da die Bären ja leider trotz aller Empfehlungen ein Gehege erhalten haben, das nachts angeblich nicht sicher ist und daher dengrößten Teil von 24 Stunden in den Innenboxen zubringen müssen (
mehr dazu hier).
Schon seit einiger Zeit ist der Tierpark dabei, seine Infrastruktur erneuert - zumeist hieß das in den letzten Jahren: Aufwendige, teilweise klotzige Besucherplattformen wie bei den Luchsen oder beim Rotwild, nun wurden auch die teilweise engen Wege im oberen Tierpark-Teil erneuert. (oberes Bild). Während einerseits immer beklagt wird, daß die Leute auch empfindliche Tiere wie Gemsen und Steinböcke füttern, läuft auch jetzt der Weg wieder direkt am Zaun entlang (links). Immerhin gibt es nun Abstand zum neuen Rotwild-Zaun rechts.

Wo wir beim Füttern sind: Pelletts an Haus- und Streicheltiere zu verfüttern ist das Eine. Energiereichen Hafer mehr oder weniger im ganzen Park zu erlauben - wobei die Besucher dann wahllos alles füttern - ist schon problematischer. Als nun die Waschbär-Anlage verglast wurde, war ich sicher, daß trotz starker Spiegelungen dies wenigstens das unkontrollierte Füttern einschänkt. Weit gefehlt: es wurden extra Metallrohre in die Pfosten eingelassen, durch die man Futter rutschen lassen kann. Nun sitzen die Tiere dahinter und warten. Naturnahes Verhalten in naturnahen Gehegen?

Und sonst? Ein Fachwerk-Schuppen für Eichhörnchen, noch mehr Glas bei den Watvögeln, eine “Mäuseküche”, in der nun ganz offensichtlich Zuchtmäuse leben, nachdem man mit wilden Hausmäusen nicht klar kam. Überall neue Anlagen, aber kaum eine davon naturnah.


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